99er veredeln mit dem Meistertitel den Landesliga-Durchmarsch

Erste Mannschaft schlägt Königsdorf vor Rekordkulisse

SG GFC Düren 99 – TuS Königsdorf 34:32 (16:13)

Der Rahmen für ein Spiel mit dieser Bedeutung stimmte an diesem Abend. Alles war angerichtet für das letzte Saisonspiel. Das Spiel um die Meisterschaft. Dabei war es für die Gäste eine Partie, deren Ausgang im wahrsten Sinne des Wortes „alles oder nichts“ bedeutete, denn mit einer Niederlage würde man im wahrscheinlichsten Fall auf den bitteren ersten Nicht-Aufstiegs-Platz 4 fallen. Die 99er hingegen waren sichtlich motiviert, die Tabellenführung auch am letzten Spieltag zu verteidigen und den verdienten Meistertitel vor rekordverdächtigem Publikum einzufahren. Personell gesehen, gingen die Hausherren mit einem Wechsel, Senden für Glock, in die Begegnung.

Beide Mannschaften hatten sich spürbar etwas vorgenommen und zogen ein hohes Tempo auf. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase, in der sich vor allem die Außenspieler der beiden Teams auszeichneten, gelang es den 99ern dann, sich über 9:6 (15.Min) erstmals ein wenig abzusetzen. Königsdorf wusste die Führung der Hausherren in den Folgeminuten zwar wieder auf 10:11 (22.) zu verkürzen, doch schafften es die Dürener, ab Minute 22 erneut aufzudrehen. Nun war es vor allem der 99er-Rückraum, der sich hervorhob, mit der Folge eines erneuten Vorsprungs (15:10, 25.), fünf Minuten vor der Pause. Mit zwei Treffern in Reihe verkürzten die Gäste auf 13:16, welches gleichzeitig den Halbzeitstand markierte. 

Im zweiten Durchgang zunächst noch unverändert, schloss Düren über 21:16 (35.) und 24:20 (40.) nahtlos an die gute Leistung aus den ersten 30 Minuten an. Die darauffolgende Phase inmitten der Halbzeit gehörte dann allerdings der TuS aus Königsdorf. Binnen fünf Minuten rückten die Gäste erneut auf 24:25 (45.) heran. Es folgte der sprichwörtliche offene Schlagabtausch mit vielen Treffern hüben wie drüben, der seinen Höhepunkt im 31:31-Ausgleichstreffer (56.) der TuS finden sollte. Das „Momentum“ schien nun auf Seiten der Königsdorfer und die Partie drohte aus Sicht der Dürener, ähnlich wie in der Vorwoche, zu kippen. Nach einer Minute ohne Treffer zog Trainer Hochgürtel noch einmal die grüne Karte. 15 Sekunden später netzte Luca Ruegenberg gleich zweimal in Reihe über Links-Außen ein (33:31, 58.). Königsdorf erzielte im Folge-Angriff das 32:33 (58:12). Daraufhin spielt Düren den Angriff lange aus und wird durch ein strafbares Foul mit Siebenmeter-Pfiff gestoppt – Der Siebenmeter wird verworfen - Den Gästen bleibt die Chance auf den Ausgleich, doch die Offensiv-Bemühung der TuS wird durch Leon Klein zwischen den Pfosten verhindert. Gegen die nun offensive Manndeckung endet eine Pass-Stafette bei Kiril Risteski, der mit seinem Treffer gefühlvoll den 34:32-Heimsieg besiegelt. Der Meistertitel war eingefahren und der Jubel kannte keine Grenzen mehr. 

Mit 20 Siegen aus 26 Spielen in einer fast unbekannten Liga darf man nun also, ein Jahr nach dem furiosen Kreismeistertitel, erneut einen Aufstieg feiern. Viel besser noch: man holt sogar wieder den Meistertitel. Ein Achtungserfolg, an den man sich noch länger erinnern wird. In der kommenden Saison starten die 99er dann in der Verbandsliga, bei der man auch wieder auf bekanntere Namen aus dem Handballkreis treffen wird. 

Die Mannschaft bedankt sich bei allen Unterstützern, Förderern und Vorstandsmitgliedern, die diesen Erfolg möglich gemacht und die Jungs nicht nur über die ganze Saison hinweg, sondern auch darüber hinaus immer unterstützt haben. 

99er Meister: Felix Boitz (1.-50.Min: 1/3 gehaltene 7-Meter), Leon Klein (51.-60.Min: 0/3) – Kiril Risteski (8 Tore/davon 7-Meter: 2), Luca Ruegenberg (5/1), Maik Stass (5), Nico Folsche (4), Bendix Beck (4), Gianluca Cuscito (3), Patrick Lange (2), Justin Becker (1), Robin Kolbe (1), Simon Senden (1), Frederic Raths, Philipp Saus – Janik Dürselen, Philipp Bogdan, Leonard Hensel (alle TW), Lukas Nolden, Jan-Philipp Hingott, Philipp Glock, Marc Gutowski, Julius Glock, Karl-Luis Ruegenberg, Severin Simons, Robin Dürselen, Rasmus Harms

Schiedsrichter: Finger/Knezevic

Spielfilm: 2:2 (5.Min), 6:5 (10.), 9:6 (15.), 11:9 (21.), 15:10 (25.), 16:13 (30.), 21:16 (35.), 24:20 (40.), 25:24 (45.), 29:27 (50.), 31:31 (56.), 33:31 (58.), 34:32 (60.)